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VKU | PKW überschlagen
Einsatzkarte VKU | PKW überschlagen
10.08.2017 um 22:58 Uhr
BAB 9 Kilometer 237 (230 gemeldet) Richtung Berlin
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 21/11/2017 - 02:41 Uhr

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Vier von sechs Bränden auf der BAB 9 - Rückblick auf 2016

Die Bundesautobahn (BAB) 9 ist ein heißes Pflaster – zumindest im Bericht von Hirschbergs Wehrführer Franz Müller über die Aktivitäten seiner Truppe im vergangenen Jahr. Insgesamt sechs Mal wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr für ihre ureigenste Aufgabe, zum Löschen von Bränden, in den vergangenen zwölf Monaten angefordert. In vier Fällen hieß dabei ihr Ziel Autobahn 9, wo es dann dort doch recht ordentlich zur Sache ging. 

Einsatzzahlen insgesamt sind weiter rückläufig

Text: Uwe Lange | Ostthüringer Zeitung

jhv17 01Ansonsten galt, was die Einsatzzahlen der Saalestädter angeht: Tendenz weiter fallend. Und das schon seit ungefähr fünf Jahren. Mit 33 Alarmierungen waren es 2016 wieder sieben weniger als im Jahr davor. Dieser mehr oder weniger positive Aspekt trifft aber nach Aussage des Feuerwehrchefs nicht für die BAB 9 zu. "Unsere Einsatzzahlen dort blieben eigentlich relativ konstant." In der Statistik festgeschrieben ist, dass jeder Einsatz im vergangenen Jahr rund zwei Stunden und 45 Minuten gedauert hat. Addiert man alle Retter in Feuerwehruniform, steht unter dem Strich die Zahl 271.

Während 2015 noch zehn Kameraden pro Alarm ausrückten, waren es im Jahr darauf nur noch acht. Auch auf diese Tendenz und auf das damit verbundene Problem der Sicherung einer Tageseinsatzbereitschaft machte Franz Müller aufmerksam.

jhv17 02Vor ihm hatte bereits Stadtbrandmeister Rico Helm darauf hingewiesen, dass im Berichtsjahr die Alarm- und Ausrückeordnungen überprüft und an aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Feuerwehren angepasst wurden. "Da auch in Hirschberg durch berufliche Veränderungen bei den Kameradinnen und Kameraden eine ausreichende Tagesverfügbarkeit nicht immer gegeben ist, wurde die Feuerwehr Ullersreuth in die Alarmierung von Hirschberg eingebunden", so der Stadtbrandmeister. Entsprechende Ausbildungen und Einweisungen in die Technik seien geplant beziehungsweise schon angelaufen.

Noch einmal zurück aber zur Autobahn: Muss hier bei einem Unfall oder Brand im Oberland die Feuerwehr ran, rückten – je nach Umfang des Ereignisses – neben den Hirschbergern auch die Gefeller und die Bad Lobensteiner mit aus. Ein Beispiel dafür war der Pkw- und Böschungsbrand am 23. September zwischen der Anschlussstelle Bad Lobenstein und der Landesgrenze.

Feuerwehren in Bayern funken schon digital

Im gleichen Abschnitt überschlug sich am 31. Juli ein Milch-Tanker und blieb auf der Mittelleitplanke liegen. Nun wurde der Einsatz länderübergreifend, aus Richtung Süden rückte die Feuerwehr aus Berg an. "Bei solchen Einsätzen, zu denen Wehren aus Oberfranken oder konkret aus dem Berger Winkel mit alarmiert werden sollen beziehungsweise müssen, sehe ich in Zukunft ein Problem der Kommunikation. Weil, wir rücken halt noch mit der herkömmlichen analogen Funktechnik aus. Auf bayerischer Seite sind sie da schon weiter und funken digital", dieser Fakt bereitet sicher nicht nur dem Hirschberger Wehrführer Kopfzerbrechen. In Richtung des Brandschutzamtes im Landratsamt ging seine Bitte, sich doch hier zeitnah etwas einfallen zu lassen, wie die Einsatzkräfte in solchen Fällen optimal kommunizieren können.

jhv17 03Nach Aussage von Elke Funk, die als Vertreterin des Brandschutzamtes an der Versammlung am Freitag teilnahm, wird der Saale-Orla-Kreis in diesem Jahr wohl noch nicht flächendeckend mit dem Digitalfunk ausgerüstet. Die finanziellen Mittel dafür kommen vom Freistaat. "In Absprache zwischen dem Land und unserem Haus wird dann festgelegt, wie die Ausrüstung beginnen soll." Kreisbrandinspektor Uwe Tiersch wäre demnach erster Ansprechpartner für die vom Wehrführer angesprochene Problematik.

jhv17 04Der Gefeller Stadtbrandmeister Mark Militzer – er führt im Moment auch die Stützpunktfeuerwehr Süd, zu der Hirschberg ja gehört – regte zur schnellen Lösung des Kommunikations-Problemes an, den Feuerwehren, die an der Landes-grenze zu Sachsen und Bayern agieren, zunächst zumindest ein mobiles Funkgerät in die Hand zu geben, das auf digitaler Basis funktioniert. "Dass wir wenigstens die nötigste Kommunikation mit unseren Kollegen aus Bayern und Sachsen vornehmen können."

Gemeinsame Ausbildung mehrerer Wehren

Militzer erwähnte weiter, dass sich die Feuerwehren Hirschberg, Tanna, Gefell, Bad Lobenstein und Saalburg-Ebersdorf zusammengefunden haben, um gemeinsame Truppmann- und Truppführer-Ausbildungen durchzuführen.

Franz Müller hatte auch eine Zahl für Hirschberg parat: Zirka 900 Stunden haben die Einsatzkräfte hier 2016 in die Aus- und Weiterbildung investiert – zuzüglich der Stunden für Lehrgänge oder Ausbildungen an der Landesfeuerwehrschule. Zu den Höhepunkten zählten der "Tag der Rettung" in Gefell, zwei Termine auf der Atemschutz-Strecke in Plauen sowie ein ­Lehrgang zu "Dämmungs- und Fassadenbränden". Dazu kommt noch eine Schulung zu Bränden mit Photovoltaikanlagen – finanziert durch den Feuerwehrverein Hirschberg.